Hauptbanhof - Wien

Abbrucharbeiten

Abbrucharbeiten Postkomplex

Der ehemalige Postkomplex hinter dem Südbahnhof, wo Jahrzehnte lang die Postverzollung und Paketverteilung der Österreichischen Post AG stattgefunden hat, wurde im Zeitraum von Oktober 2008 bis Juli 2009 abgetragen. Nachdem der Müll geräumt, sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen, Fenster, Türen, Trennwände und Fassadenteile ausgebaut waren, begannen hydraulische Abbruchscheren das Betonskelett Geschoß für Geschoß abzubrechen. Etwa 100.000 Material wurde insgesamt abgetragen.

Ca. 75.000 Betonabbruch wurden vor Ort verfüllt

Die sortenreine Trennung der gewonnenen Wertstoffe und die Aufbereitung der wiedereinbaufähigen Stoffe wurden direkt im Baufeld vorgenommen. Rund 75 Prozent des Abtragmaterials, die Betonabbruchmassen, wurden in einer mobilen Brecher- und Siebanlage in einer Halle am Gelände zerkleinert und in Kellergeschoße vor Ort verfüllt. Lediglich das restliche Viertel anderweitig aufzubereitender oder zu deponierender Stoffe wurde abtransportiert.

  • Der Großteil davon waren wiederum rezyklierbare Wertstoffe wie Metalle, Holz und Glas. Geringe Mengen, wie z.B. Eternitverkleidungen wurden in spezielle Deponien gebracht. Seit Sommer 2009 sind die oberirdischen Gebäude verschwunden und auch die Kellergeschoße wurden abgetragen und verfüllt. Der ehemalige Frachtenbahnhof hinter dem Südbahnhof wurde von Anfang 2009 bis Frühjahr 2010 Halle für Halle abgetragen.

  • Abbruch Postkomplex

Abbrucharbeiten Südbahnhof oder ein Stück Bahngeschichte verabschiedet sich

Mit dem Fahrplanwechsel vom 13. Dezember 2009 wurden die Tore des Wiener Südbahnhofes geschlossen, um den neuen und modernen Gebäuden zu weichen, die im Rahmen des Gesamtprojektes Hauptbahnhof Wien entstehen werden. Seit Ende der Fünfziger Jahre kamen hier am ehemaligen Südbahnhof täglich zehntausende Fahrgäste der Süd- und Ostbahn an.

  • Seit Jänner sind die Abbrucharbeiten des Südbahnhofs in vollem Gange, der für das neue Stadtviertel des Gesamtprojektes Hauptbahnhof Wien Platz machen wird. Wie auf Abbruchbaustellen üblich, mussten die alten Bahnhofsgebäude von Einrichtungsgegenständen und Müll geräumt werden, bevor mit dem Betonabtrag begonnen werden konnte. Etwa 225.000 Material werden insgesamt abgetragen.

  • Bagger in Bahnhofshalle

Wiederverwertung von ca. 80.000 Betonabbruch

Die sortenreine Trennung der gewonnenen Stoffe wird direkt im Areal vorgenommen. Die Betonabbruchmassen werden vorerst auf eigenen Baumassenlogistikflächen zwischengelagert, um dann vor Ort für Schüttungen wieder verwendet zu werden. Rezyklierbare Wertstoffe machen ca. 65% des abzutragenden Materials aus und werden in dementsprechend speziellen Anlagen zur Wiederaufbereitung gebracht.

Schutzmaßnahmen für Anrainer und Fahrgäste

Um Anrainer und Fahrgäste vor Staub und Lärm zu schützen, werden Vernebelungsanlagen und Wasserverdüsungen gegen die Staubbelästigung eingesetzt. Die Brecheranlage ist eingehaust und es werden ausschließlich lärmarme, abgasgenormte Baumaschinen und Transportfahrzeuge eingesetzt. Um Straßenschmutz entgegen zu wirken, wird im Rahmen der Aus- und Einfahrtskontrolle eine mobile Reifenwaschanlage aufgestellt.