Hauptbanhof - Wien

Stadtentwicklungsplan

13 Zielgebiete der Stadtentwicklung

  • Im 2005 vom Wiener Gemeinderat beschlossenen Stadtentwicklungsplan STEP 05 wurden zur weiteren Entwicklung Wiens 13 sogenannte "Zielgebiete" definiert, die Entwicklungschancen aufweisen. Dies sind jene Stadtteile, in denen nicht nur die Vielfalt der urbanen Struktur am deutlichsten zum Ausdruck kommt, sondern auch jene, deren positive ökonomische und soziale Entwicklung für die Stadt von Bedeutung ist.

  • Karte über Lage des gesamten Zielgebiets im Stadtgebiet mit Hinweis auf die besonderen Herausforderungen

Ein Ziel der Wiener Stadtplanung ist es, ungenutzte, innerstädtische Flächen - vor allem im Nahbereich bestehender bzw. zukünftiger Anbindungen an das öffentliche Verkehrsnetz - städtebaulich zu entwickeln, um damit auch die Standortqualität in der Europaregion CENTROPE zu verbessern.

Eine dieser 13 Entwicklungszonen ist das Gebiet Bahnhof Wien Europa Mitte – Erdberger Mais, es umfasst den Hauptbahnhof Wien und das angrenzende Südbahnviertel, das Planungsgebiet Arsenal, die Aspanggründe, Neu-Erdberg und Simmering (Erdberger Mais). Dieses Areal wurde auch als strategisches Projekt in den Strategieplan 2004 aufgenommen.

Bedeutung des Bahnhofs für Wien

Neben seiner verkehrspolitischen Funktion als nationale und internationale Verkehrsdrehscheibe hat die Errichtung des Bahnhofs auch eine wesentliche Bedeutung für die Stadtentwicklung. Die in Zukunft nicht mehr von den ÖBB benötigten Flächen am Gelände des alten Frachtenbahnhofs sollen einer höherwertigen Nutzung zugeführt werden. Durch die Schaffung eines attraktiven neuen Stadtteils nahe dem Zentrum Wiens wird auch die massive Barriere, die derzeit durch das Bahnareal gegeben ist, beseitigt. Von der neuen Infrastruktur profitieren die künftigen Bewohner und Arbeitnehmer des neuen Stadtviertels ebenso wie die umliegenden Bezirke.

Ausgehend von den Zielen des Masterplans sind für den neuen Stadtteil insgesamt rund 5.000 Wohnungen sowie Arbeitsplätze für 20.000 Menschen vorgesehen. Als soziale Infrastruktur entstehen u. a. zwei Schulen und Kindertagesheime. Das neue Wohnquartier wird um einen großzügigen Park angeordnet, der sowohl für die neuen Bewohner als auch für die Gebiete in der Umgebung eine hohe Qualität in der Versorgung mit Grün- und Freiraum bietet. Die Flächen entlang der Ostbahn sind für gewerbliche Nutzung bestimmt und sollen so das Wohngebiet von der Bahntrasse abschirmen.