Hauptbanhof - Wien

Verkehrskonzept

Verkehrspolitische Bedeutung des Bahnhofs für Wien

Mit dem Fall des Eisernen Vorhanges und der Ostöffnung 1989, dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union 1995 und der Erweiterung der EU im Jahr 2004 hat sich die geopolitische Situation von Wien und seiner Umgebung grundlegend geändert. Es galt daher, Wien im Rahmen der Gründung der Europaregion CENTROPE auch als Verkehrsknoten im Eisenbahnverkehr neu zu positionieren.

Die Anbindung Wiens an die Transeuropäischen Netze (TEN) durch den Hauptbahnhof bedeutet für Wien einen wesentlichen wirtschaftlichen Impuls und die weitere Verbesserung der Standortqualität. Der auf den frei werdenden Bahnarealen entstehende Stadtteil bietet sowohl nationalen und internationalen Unternehmen als auch der künftigen Wohnbevölkerung ein attraktives Umfeld mit bester Verkehrsanbindung. Der Hauptbahnhof wird neben dem Flughafen Wien zur wichtigsten Drehscheibe für den internationalen und nationalen Personenreiseverkehr.

zum Bahnkonzept

Anbindung des Bahnhofs/ Stadtteils an das Verkehrsnetz

Die regionale und innerstädtische Erschließung des Bahnhofs bzw. des neuen Stadtteils erfolgt – den Intentionen des Masterplans Verkehr 2003 entsprechend – vor allem durch die optimale Anbindung an hochrangige öffentliche Verkehrsmittel sowie ein dichtes Netz an Rad- und Fußwegen.
Die bisherige Barrierewirkung des Frachtenbahnhofareals wird beseitigt, die neuen Querverbindungen werden auch für die Erreichbarkeit der unmittelbaren Umgebung von Vorteil sein.

Visualisierung von Hauptbahnhof Wien - Schnittbild durch den Hauptbahnhof

Die Einbindung des neuen Hauptbahnhofs Wien in das öffentliche Nahverkehrsnetz wird durch die S-Bahn-Stammstrecke (West-Ost-Achse) und die U-Bahn-Linie U1 (Nord-Süd-Achse) erfolgen. Eine neue, großzügige Passage unter dem Südtiroler Platz soll den neuen Hauptbahnhof attraktiv und direkt mit der S-Bahn, der unterirdischen Straßenbahnhaltestelle der Linie 18 und der U1-Haltestelle verbinden.

Die neue Bahnhofshalle wird künftig näher am Südtiroler Platz liegen. Der nördliche Bahnhofsvorplatz wird ausschließlich für den Öffentlichen Verkehr reserviert sein. Durch entsprechende Anpassungen der Linienführung werden die Straßenbahnlinien O sowie die Buslinien 13A, 69A und eine mögliche neue Buslinie direkt vor dem Haupteingang neue Haltestellen bekommen.

Neue Straßen dienen ausschließlich der Erschließung des neuen Stadtteils. Es soll keine Möglichkeit für Schleichwege sowohl im neuen Stadtteil als auch in der Umgebung geben. Außer einer neuen Verbindung "Südbahnhofbrücke" zum Landstraßer Gürtel sind keine neuen Hauptstraßen-Verbindungen geplant. Das lokale Straßennetz der Umgebung wird auch beim Vollausbau keine wesentlichen Mehrbelastungen bekommen.

U1 RennbahnwegDurch die geplante Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 Richtung Süden soll im Sinne der Berücksichtigung gesamtstädtischer Interessen der neue Stadtteil südlich des Bahnhofs an das U-Bahn-Netz angebunden werden. Der Hauptvorschlag zur Trassenvariante sieht eine Linienführung vom Karlsplatz über Rennweg – St. Marx/ Eurogate – Arsenal in den südlichen Bereich des neuen Stadtentwicklungsgebietes beim Hauptbahnhof vor und gewährleistet somit eine attraktive Neuerschließung dieser neuen Stadtentwicklungsgebiete. Insgesamt werden rund 100.000 Menschen von dieser Variante profitieren.

Der neue Stadtteil wird zudem durch die Verlängerung der Straßenbahnlinie D an den Hauptbahnhof und das Stadtzentrum direkt angebunden. Zusätzlich werden die Buslinie 69A und eine mögliche neue Buslinie eine Querverbindung zum Öffentlichen Verkehrs-Knoten Südtiroler Platz herstellen.

Grafik Verkehrskonzept